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Gedanken zum Monat Juni

Leichtherzig ist die Sommerzeit!

Getändelt wird, geküsst, gefreit,

ein Kränzel auch wohl wird gemacht,

an Hochzeit nimmer gern gedacht. (Theodor Fontane)

Der Mai ist vergangen, der Frühling verabschiedet sich bald, um uns in die Arme des warmen und hellen Sommers zu geben. Der Mai ist der Monat, der die meiste Aufmerksamkeit für sich verbuchen darf, rosarot und himmelblau – ziemlich verklärt. Doch in diesem Jahr ist die Romantik des Mai auf der Strecke geblieben. Kalt, nass, regnerisch, für mich noch nicht mal dem April zuzuordnen, mehr dem Oktober.

Doch genug der Meckerei, wenden wir uns lieben dem unscheinbaren Juni zu. Unscheinbar? Ja, denn im Mai haben wir alle schon die knospende, keimende und aufblühende Natur gesehen. Es ist alles grün, Hecken und Bäume tragen ihr grünes Kleid. Spektakulär ist der Sommeranfang, doch im Norden stehen die Zeichen schon wieder in Richtung Herbst. Den längsten Tag des Jahres haben wir am 21. oder 22. Juni, das heißt, aber auch, ab diesem Datum werden die Tage wieder kürzer. Stimmt nicht? Oh doch! Der Gesang der Vögel richtet sich nach der Tageslänge. Somit können wir gegen Ende des Monats Juni feststellen, dass die Vogelstimmen, die man schon am frühen Morgen hören kann, weniger werden.

Im Juni werden sehr viele Rehkitze geboren. Die Neugeborenen sind oft noch nicht so weit, dass sie der Ricke folgen können, also dienen z.B. Getreidefelder als Versteck. Dort lauern aber in unserer modernen Welt gleich zwei große Gefahren: freilaufende Hunde und Mähdrescher. Diese Ungetüme sehen im dichten Getreide kein Rehkitz und deshalb werden viele unabsichtlich getötet. Der anderen Gefahr können wir vorbeugen: Hunde nur angeleint beim Spaziergang!

In einem Gewässer, egal ob Tümpel, Biotop oder Teich, kann man im Juni genau beobachten: Im Wasser wimmelt es von Kaulquappen und Jungfischen. Im Schilf findet man an den ersten Halmen die frisch geschlüpften Libellen zu Tausenden.

Die Pflanzen stehen in voller Blüte und bieten ihren Nektar verschwenderisch an. Davon ernähren sich auch unsere wundervollen Schmetterlinge. Also bezeichnet man den Juni auch als den Monat der Schmetterlinge.

Fazit: Der erste Sommermonat des Jahres fordert uns auf, durch die freie Natur zu spazieren und wirklich ganz genau hinzusehen.

Wie auch schon bei den anderen Monaten eine kurze historische Betrachtung. Der Juni ist der sechste Monat des Jahres im gregorianischen Kalender. Benannt ist er nach der römischen Göttin Juno, der Gattin des Göttervaters Jupiter. Juno galt als Göttin der Weiblichkeit, der Geburt und der Ehe – gleichzusetzen mit der griechischen Göttin Hera.

Alte deutsche Namen sind Brachet bzw. Brachmond, in Gärtnerkreisen, Rosenmonat.

In diesen Monat fällt auch einer der vier kleineren Feiertage des Jahreskreises. 20. Juni – Sommersonnenwende (auch Alban Heruin) wird gefeiert, wenn der Zeitpunkt des längsten Tages und der kürzesten Nacht des Jahres gekommen ist. Die Sommersonnenwende ist eines der wenigen heidnischen Feste, zusammen mit Beltaine, welches bis heute noch weit verbreitet gefeiert wird. Wenn auch mit ganz unterschiedlichen Traditionen, so erfreut sich die festliche Zusammenkunft an ganz besonderen Plätzen im Freien an großen Sommersonnenwende-Feuern, noch immer großer Beliebtheit. In das Sonnenwende-Feuer geworfene Wünsche und Opfergaben begünstigen eine reiche Ernte - auch im übertragenen Sinne. Dieses Fest ist ein Sonnenfest und wird an diesem festen (astronomischen) Termin gefeiert. Es ist der Tag, an dem der Zenit der Sonne den nördlichsten Punkt am nördlichen Wendekreis erreicht. Dieser Moment markiert auf der Nordhalbkugel der Erde den Beginn des Sommers nach astronomischer Definition.

Auf keinen Fall den Feen-Tag verpassen!

Die wenigsten bringen den 24. Juni in Verbindung mit dem Fairy Day, dem Feen Tag. Weltweit wird dieser Tag unter den Eingeweihten oder Bewundere dieser Zauberwesen zelebriert. So ist es Brauch, an einem schönen, meist auch idyllischen Ort in der Natur eine glitzernde Feenkerze anzuzünden. Geichzeitig werden duftende Räucherkegel verbrannt. Damit wollen die menschlichen Wesen Kontakt zu den Feen aufnehmen. Als Dank werden dann dort Perlmutt oder Glimmer-Schiefer und bunte Edelsteinchen als glitzernde Geschenke für die Feen hinterlegt. Egal wann man sich im folgenden Jahr einsam oder traurig fühlt, etwas Kraft benötigt oder die Gesundheit angeschlagen ist, darf man an diesen Platz zurückkehren und dort „energetisch auftanken“. Die Feen des Ortes sorgen für einen – wenn man sie denn auch am folgenden 24. Juni wieder besucht und beschenkt!

Und noch eine Kuriosität, der Siebenschläfertag am 27. Juni

Der kuschelige Siebenschläfer schläft zwar sieben Monate lang, doch er hat mit dem Namen dieses gleichnamigen Tages nichts zu tun. Wie so oft, liefern entweder Christentum oder Heiden die Vorlage. Und auch am 27. Juni geht der Name Siebenschläfer auf eine christliche Legende zurück. Die sieben schlafenden Brüder Im Jahre 251 verfolgte der römische Kaiser Decius erbittert die Christen in seinem Reich. In Ephesus flohen deswegen die sieben Brüder Johannes, Serapion, Martinianus, Dionysius, Constantinus, Malchus und Maximus vor dem Zorn des Kaisers in eine Höhle. Das blieb nicht unbemerkt, eine Rettung war nicht in Sicht. Der grausame Decius ließ die Brüder kurzerhand bei lebendigem Leibe in der Höhle einmauern. Fast 200 Jahre später, nämlich am 27. Juni 447, geschah dann das Wunder: Einige Schafhirten waren auf der Suche nach einem Unterschlupf für ihre Tiere. Sie fanden eine verschlossene Höhle. Als sie den Eingang der Höhle freigelegt hatten, kamen ihnen die sieben Brüder putzmunter und sehr lebendig wieder entgegen. Ihnen zu Ehren wurde dann der 27. Juni zum Siebenschläfer-Tag ernannt.

Von allen Informationen über den Monat Juni war uns persönlich der Fairy Day am sympathischsten. Und so schließen wir mit den Zeilen eines Netzfundes, veröffentlicht von Jacqueline am 14.08.2017

Die kleine Fee beobachtet Dich, sanft fragt sie: „Spürst Du mich?“

Sie schaut ganz tief in Dein Herz hinein, wenn Du die Natur achtest und ehrst,

und Dein Herz ist klar und rein, dann sollst Du stets im Reich der Feen willkommen sein.

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Gedanken zum April, und auch, den April mal historisch betrachtet

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