Unsere Wünsche an Euch

Der Juni ist der Rosenmonat. Wir haben in der letzten Woche hier in NRW, zumindest was das Wetter anbetrifft, eine ziemlich durchwachsene Woche hinter uns. Gestern haben sich Gabriela Alexandra Scharff und Mary Winkens getroffen und bei einer Tasse Kaffee und anschließendem leckeren Saft die vergangenen Monate Revue passieren lassen. Natürlich wurden auch neue Pläne geschmiedet. Es wartet auf alle Fans mehr als eine Überraschung.

Beim ganzen Reden, Nachdenken und Bestaunen der wunderschönen Rosen fiel den beiden der Text von Josef Huber in die Finger, den wir gerne an Euch als Gruß weitergeben:

Ich wünsche dir keine sinnlosen Gaben, doch dafür das eine, was viele nicht haben:

Ich wünsche dir Zeit - für dein Denken, dein Tun - zur inneren Einkehr, zum Rasten, zum Ruhn.

Ich wünsche dir Zeit - zu dir selbst zu finden, den Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.

Ich wünsche dir Zeit - nicht zum Hasten und Rennen dafür um so mehr, dein Ziel zu erkennen.

Ich wünsche dir Zeit - deine Zeit zu verschenken, an Familie, Freunde und Nachbarn zu denken.

Ich wünsche dir Zeit - um zu wachsen, zu reifen und manchmal auch nach den Sternen zu greifen

Genießt die Zeit am Wochenende für Euch und Eure Lieben seid herzlich gegrüßt von den Autoren im Team

Jakob Wüllersheim - the next generation

Heute erwartet euch die Fortsetzung von "Jakob Wüllersheim" vom 13.05.2022. Und es ist wie immer in Marys Blogbeitrag, es ist eine Geschichte mitten aus dem Leben. Eigentlich war es ganz anders angedacht, jedoch, wie so oft im Leben: Du machst Pläne und das Leben findet allerdings jetzt statt. Mary hat trotz heftiger Emotionen versucht, alle Aspekte dieser Geschichte an euch weiterzugeben. Doch lest oder hört und schaut das Video am Ende der Seite

Mittwoch, 1. Juni – ein tragischer Tag Voller Freude liefen hier die Vorbereitungen für Jakobs Bericht an Pfingsten auf Hochtouren. Heute Morgen wurden wir jäh ausgebremst. Der Reihe nach: Jakob Wüllersheim, der junge Puter hatte versucht, seinen eigenen Nachwuchs auszubrüten. Ihm gelang es nicht, obwohl er ziemlich vollmundig verkündigt hatte, seinen Nachwuchs - koste, was es wolle – zu beschützen. Seine Küken in den Eiern hatten keine Chance. Nacht für Nacht haben die Ratten ihm nach und nach alle Eier gestohlen. Als letztendlich kein einziges Ei unter ihm la lag, sah Jakob auch keine Veranlassung mehr, sich als treusorgender Vater bewähren zu müssen. Fortan kümmerte er sich um Putina I. und III. und gab sich wieder als der charmante Verführer. Nur Putina II, auch liebevoll Hinkebeinchen genannt, verharrte geduldig allein in ihrer Kiste. Und dann war es auch so weit.

An einem Morgen durften wir ein Küken bewundern und auch beobachten, wie ein zweites sich auf den Weg aus dem Ei machte. Die beiden Kleinen schienen wohlauf zu sein, allerdings warteten wir vergeblich auf Nachzügler. Nach zwei Tagen erfolglosen Wartens entschlossen wir uns, Putina II von den in der Kiste liegenden Eiern zu holen. Oh je, wir trauten unseren Augen nicht. Eines der Küken war tot und das andere so gut wie. Eiskalt, blaue Beinchen und ziemlich nass (warum auch immer). Also war dort "Erste Hilfe" angesagt. Der schon ausgekühlte und fast erkaltete kleine Körper wurde von uns trockengerubbelt, dabei die Blutzirkulation in Gang gesetzt und das Baby danach direkt unter die Wärmeplatte gesetzt. Die nicht geschlüpften Eier haben wir in Augenschein genommen und dann entsorgt, denn es war erkennbar, dass die Küken in den Eiern schon vor einiger Zeit abgestorben waren, das heißt, sie haben sich nicht weiter entwickelt.

Zurück zu Conny: Ein paar Stunden später machte Conny, so heißt das Küken mittlerweile, einen fitten Eindruck. Da war nur das Problem des Futters. Es wollte nicht ans Futter gehen. Was war zu tun? Zwangsernährung war angesagt. Die Körner und Pellets schnell zu Mehl vermahlen, hartgekochtes Ei dazu und nichts wie hineingestopft in den kleinen Schnabel. Ein paar Tröpfchen Wasser hinterher und schon war die Grundversorgung gewährleistet. Warum ich immer von ES spreche? Weil wir noch nicht erkennen können, ob es ein Mädchen oder Junge ist. Nach zwei Tagen hatte Conny begriffen, wie das Leben funktioniert. Allerdings gestaltete sich dieses Leben ziemlich langweilig. Drinnen in einer Kiste (zwar eine sehr große Kiste, aber trotzdem eine Kiste, und das auch noch ganz allein. Ohne Mami, ohne Papi. Da musste natürlich Ersatz her und wer konnte da schon in Frage kommen? Ein menschlicher Papi natürlich. Baby Wüllersheim entschied sich in Sekundenschnelle für meinen Mann. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Klein Conny suchte die menschliche Wärme und auch den Pulsschlag direkt an dem menschlichen Hals. Und nun wohnt Conny seit einigen Tagen im Hühner Baby Raum (also in der Kiste). Es kennt schon die Zeiten, an denen es beschmust wird und wo es anschließend in Sicherheit ein Nickerchen halten kann. Seit 2 Tagen erlaubt es das Wetter, dass Conny auch mal für ein Stündchen nach draußen darf. In der Nähe von halbwüchsigen Hühnern hat es seinen eigenen Freilauf, selbstverständlich mit geschütztem Innenappartement. So kann es den Wind in den Flaumfedern spüren, das Gras unter den kleinen Füßchen aufmerksam betrachten, dem Gekrähe der Hähne und dem Gesang der vielen Vögel lauschen und sich vor dem Getrappel und Geschnaube der Pferde und Esel erschrecken. Es ist schon ein verwöhnter kleiner Racker, denn wenn es nach einer Stunde wieder nach drinnen geht, geht das Gemeckere und Gefauche los. Ich glaube, es ist ein Truthahn.

Nun hoffen wir, dass Conny zu einem stattlichen jungen Mann heranwachsen wird, denn den Papi, Jakob Wüllersheim, den gibt es nicht mehr. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist Füchslein ins Gehege eingedrungen und hat unser liebes Jaköbchen und Putina III. entführt und getötet – oder andersrum. Ihr mögt es kaum glauben, doch ich habe Tränen um Jaköbchen geweint, er war nicht nur ein Puter. Er war unser Familienmitglied und Freund. Was letztendlich wirklich passiert ist – wir wissen es nicht. Der Zaun war ein Stückchen hochgehoben. Wir fanden viele Federn, was natürlich auf einen Kampf schließen läßt. Und auch Blutspuren in der Böschung zur Straße hin. Auch wenn es richtig weh tut, so ist die Natur: Fressen und gefressen werden. Vermutlich sind die beiden als Futter für Welpen in einem Fuchsbau gelandet. Der Gedanke daran ist alles andere als schön und auch, wenn wir es nicht wahrhaben wollen, aber dieses Verhalten ist in der Tierwelt völlig normal. Einen Trost haben wir, Jakob Wüllersheim lebt in seinem einzigen Küken weiter und wir hoffen sehr, dass es ein genauso liebenswertes Tier wie er wird. Wir berichten ab und zu von Connys Fortschritten.